Dr. Philipp Lengsfeld diskutiert mit Lichtenradern über Erinnerungskultur

(C) Dr. Philipp Lengsfeld, MdB
(C) Dr. Philipp Lengsfeld, MdB
Zur gestrigen Mitgliederversammlung der CDU Lichtenrade begrüßte der Ortsverband Dr. Philipp Lengsfeld, MdB aus Mitte. Neben seinen parlamentarischen Schwerpunkten in der Bildungs- und Forschungspolitik beschäftigt sich Lengsfeld nicht zuletzt wegen seiner familiären Prägung im Umfeld der DDR-Bürgerrechtsbewegung intensiv mit Fragen zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur.

Nach einer kurzen thematischen Einleitung berichtete Philipp Lengsfeld vom unterschiedlichen Umgang verschiedener Staaten mit selbst begangenem staatlichen Unrecht. An Beispielen von Deutschland, Türkei, Russland und Japan wurde dies deutlich. In der Diskussion wurden auch Fragen zur historischen Dauer sowie der Effektivität von gesellschaftlichem Gedenken thematisiert. Dabei unterstrich Lengsfeld, dass die Erinnerung an die Taten eines Repressionsregimes wie der DDR wichtig sei, um aus der Geschichte wichtige Lehren - vor allem für jüngere Generationen - zu ziehen. Zudem trage die Gesellschaft eine Verantwortung gegenüber den Opfern, deren erlittenes Leid zumindest anzuerkennen. 

Mit Blick auf die SED-Nachfolgepartei "Die Linke" analysierte Lengsfeld die taktischen Züge der SED-Genossen, die es durch zum Teil geschickte Öffentlichkeitsarbeit vermochte, Strukturen, Personal und Kapital in das demokratische Deutschland hinüberzuretten. Heute ist die Linkspartei im Parteienspektrum weitgehend angekommen und trotz beständiger Verpflechtungen zu ehemaligen Stasi-Mitarbeitern an Landesregierungen beteiligt. Lengsfeld warnte in diesem Zusammenhang vor dem ernsthaften Versuch von SPD, Grünen und Linkspartei, eine Koalition bei der nächsten Bundestagswahl 2017 zu schmieden. Gemeinsame parteiübergreifende Arbeitsgruppen zur Vorbereitung dessen bestehen bereits. 

Abschließend dokumentierte Philipp Lengsfeld den Zusammenhang von Zeit und Erinnerung des öffentlichen Gedächtnisses. Die Enthüllung, dass der Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras, welcher auf einer Demonstration den Studenten Benno Ohnesorg erschoss, ein inoffizieller Mitarbeiter der Stasi war zeige beispielhaft, welchen Stellenwert zeitnahe Aufklärung besitzt.

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